Die Bethe-Stiftung verdoppelt Ihre Spende:

 

Jede Einzelspende bis 2.000 €, die bis zum 31.12.2018 unter dem Stichwort "Kindesmissbrauch vorbeugen" auf die IBAN DE 85 3706 2600 3607 7160 12

eingezahlt wird, wird von der Bethe-Stiftung verdoppelt!

 

Wir bieten Hilfe bei Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, insbesondere bei sexualisierter Gewalt - bitte helfen Sie mit.

 

Hier ein beispielhafter Fall aus unserer Arbeit:

 

Die vierjährige Svenja ist seit einem Jahr in der Kita, altersgemäß entwickelt und kann sich sprachlich gut ausdrücken. Sie ist ein interessiertes Kind und hat einen guten Kontakt zu anderen Kindern. Seit einigen Wochen klagt sie über Kopf- und Bauchschmerzen, ohne dass sich dafür eine Erklärung anbietet. In einer ruhigen Situation beim Vorlesen wendet sie sich an ihre Erzieherin: Wenn die Mutter und ihr Stiefvater abends weggingen, dann halte ihr großer Stiefbruder Peter sie manchmal ganz fest und zwinge sie, sich auf seinen Schoß zu setzen. „Der wackelt dann so blöd. Das mag ich nicht!“, erzählt sie der Erzieherin.

Der Erzieherin gehen zahlreiche Fragen durch den Kopf, sie informiert umgehend ihre Leitung und diese zieht die Kinderschutzfachkraft des Kinderschutzbundes hinzu, um das weitere Vorgehen zu planen.

 

Bei Anzeichen für einen sexuellen Missbrauch sind ruhige Überlegung und planvolles Vorgehen unabdingbar. Panische Reaktionen können die Situation möglicherweise verschlimmern und die Gefährdung noch erhöhen.

 

Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen

  • findet oft durch bekannte oder nahestehende Personen statt
  • traumatisiert meistens ein Leben lang
  • trifft häufig Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter
  • ist niemals durch das Opfer mitverschuldet
  • ist nicht an bestimmte gesellschaftliche Schichten gebunden
  • gehört leider in unseren Alltag, wir müssen uns diesem Thema stellen.
  •  

     Den folgenden Prozess im Fall von Svenja begleitet die Fachkraft des Kinderschutzbundes,

     die Kita-Leitung und die Erzieherin. Mögliche Themen:

 

  • Gesprächsführung mit Svenja. Wichtig: einfühlsames Zuhören, behutsames Nachfragen, ebenso muss die Erzieherin deutlich machen, dass das Verhalten des Stiefbruders nicht akzeptabel ist.
  • Planung eines zeitnahen Elterngespräches.
  • Dokumentation und Vorbereiten einer Mitteilung an das Jugendamt

Das weitere Vorgehen hängt vom Verlauf des Elterngesprächs ab. Möglicherweise wissen die Eltern nichts von den Vorfällen. Wenn sie Svenjas Schilderungen und die Beobachtungen der Kita ernst nehmen, können die Eltern notwendige Maßnahmen ergreifen, damit ihre (Stief-)Tochter Hilfe erhält und künftig besser vor Übergriffen geschützt ist. Möglicherweise kann die Gefahr wirksam abgewendet werden. Werden den Schilderungen des Kindes von Seiten der Mutter und dem Stiefvater kein Glauben geschenkt oder die Vorfälle werden heruntergespielt, wird das Jugendamt von der Kita entsprechend informiert.

 

Im Nachgang kann im gesamten Team der Kita mit der Fachkraft des Kinderschutzbundes der Vorgang reflektiert werden und für die Zukunft präventive Maßnahmen geplant werden.

 

Im Zusammenhang mit Überlegungen zur Vorbeugung von sexuellem Missbrauch ist klar, dass dieser nur dadurch „verhindert“ werden kann, wenn Männer und Frauen aufhören, Mädchen und Jungen sexuell zu missbrauchen.

 

In der Auseinandersetzung mit Ursachen, Ausmaß und Folgen des sexuellen Missbrauchs stellt sich gerade den Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und/oder leben, die Frage, wie dem sexuellen Missbrauch effektiv entgegengearbeitet werden kann.

 

Ein Schutz vor sexuellem Missbrauch ist dann am ehesten gegeben, wenn die Stärke und das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen unterstützt und gefördert werden. Das heißt aber auch, dass die Erwachsenen (Eltern, Erzieher*innen, Lehrer*innen) in vielen Fällen ihre Erziehungsmaßstäbe ändern müssen: Nicht Anpassung und Gehorsam, sondern Eigenständigkeit und Abgrenzung schützen gegen sexualisierte Gewalt.

 

Leitlinien für eine Erziehung zum Selbstbewusstsein können unter anderem sein:

 

  • Dein Körper gehört dir!
  • Vertraue deinen Gefühlen!
  • „Nein–Sagen“ ist erlaubt!
  • Erzähle es und hole Hilfe!

 

Gewalt gegen Kinder: Sie beobachten in Ihrem Umfeld, dass es einem Kind nicht gut geht, vielleicht vermuten Sie eine Kindeswohlgefährdung? Sprechen Sie mit uns, dafür sind wir da!

Kontakt: Katrin Fassin und Susanne Böttcher | Telefon 02202 39924 und 33344

 

Weitere Informationen

 

www.bis-akademie.de

 

http://www.kinderschutz-in-nrw.de/

 

 

Bensberger Str. 133

51469 Bergisch Gladbach

 

Telefon 02202 39924
 Fax       02202 243866

 

Bürozeiten: 

(öffnungszeiten Kleiderläden s. u.)

Mo-Fr 9.30 - 12.30 Uhr
Christine Schlüter, Verwaltung

 

info@kinderschutzbund-rheinberg.de

Sozialpädagoginnen:

 

Katrin Fassin
Kinderschutzfachkraft

Telefon 02202 39924

 

Susanne Böttcher
Kinderschutzfachkraft

Telefon 02202 33344

Öffnungszeiten:

 

Kleiderladen Berg. Gladbach

Bensberger Str. 133 (1. Etage)

51469 Bergisch Gladbach
Mo - Do     9.00 - 11.00 Uhr
       und  15.00 - 17.00 Uhr

Fr              9.00 - 12.00 Uhr

Telefon 02202 39924
 

Kleiderladen Overath

Steinhofplatz 1

51491 Overath
Di + Mi + Do   10.00 - 12.00 Uhr
                       15.00 - 18.00 Uhr

zur Abgabe von Kleidung auch:

Mo                   10.00 - 12.00 Uhr

Telefon 02206 1836
Telefon 02206 867 129

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Deutscher Kinderschutzbund Rheinisch-Bergischer Kreis e.V., Bensberger Str. 133, 51469 Bergisch Gladbach